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Lehrgang - Ausbilden in der Jugendfeuerwehr

Warum machen wir überhaupt einen solchen Lehrgang, was sind unsere Ziele?
Wir wollen in der Jugendfeuerwehr eine qualitativ hochwertige Ausbildung im theoretischen sowie im praktischen Bereich betreiben.
Von Seiten der Landesjugendfeuerwehr gibt es auf diesem Gebiet keine Lehrgangsangebote.
Jeder Jugendfeuerwehrwart sollte eigentlich Ausbilder sein, was allerdings nicht finanzierbar wäre. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, das nötige Wissen in dem Lehrgang „Ausbilden in der Jugendfeuerwehr“ zu vermitteln.
Nach einiger Vorbereitung konnte dann im Juli 2003 der erste Lehrgang erfolgreich durchgeführt werden.
Dieser Lehrgang wird nach Bedarf durchgeführt, d.h. wenn genug Interessenten beisammen sind, wird wieder ein Lehrgang durchgeführt.
Der Lehrgang ist in Friedrichshafen Grundvoraussetzung für alle Jugendfeuerwehrwarte, Stellvertreter und Betreuer.
Der Lehrgang soll eine Grundlage darstellen auf der jeder Jugendfeuerwehrwart durch eigene Fortbildung aufbauen kann.

Auf welchen Grundlagen baut dieser Lehrgang auf?
Der Lehrgang und somit auch die feuerwehrtechnische Ausbildung der Jugendfeuerwehr Friedrichshafen orientieren sich am Lernzielkatalog für die Truppmannausbildung des Landes Baden-Württemberg, sowie an den Vorgaben der Feuerwehrdienstvorschrift 2, am Bildungsprogramm der deutschen Jugendfeuerwehr und der Arbeitsanleitung der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg.

Die Inhalte des Lernzielkataloges sind für uns eine Richtschnur für die Themenauswahl im feuerwehrtechnischen Bereich der Jugendfeuerwehrausbildung. Dem Lernzielkatalog ist außerdem zu entnehmen, ob ein Thema theoretisch oder praktisch behandelt werden soll und in welcher Weise der Lernende das Gelernte wissen muss (selbständig handeln, mit eigenen Worten wiedergeben, muss wissen oder muss gehört haben).

Das Bildungsprogramm der deutschen Jugendfeuerwehr gibt uns bei der Vermittlung von feuerwehrtechnischem Wissen folgende Anhaltspunkte:

  • Altersgerechte theoretische Ausbildung
  • Altersgerechte praktische Ausbildung
  • Übungen
  • Wettbewerbe

Grundlage hierfür sollen sein:
  • Orientierung an der Leistungsfähigkeit und an den Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen
  • Fähigkeiten und Interessen der JF Angehörigen angemessen berücksichtigen und mit einbeziehen

Außerdem werden im Bildungsprogramm der DJF folgende Methoden Empfohlen:
  • erlebnispädagogische Aktionen
  • Experimente
  • Freizeiten
  • Gruppen und Einzelarbeit
  • Lehrgänge / Seminare
  • Praktische Übungen
  • Projektarbeit
  • Spiele und Wettbewerbe
  • Teamarbeit

Die Arbeitsanleitung Jugendfeuerwehr beschreibt ähnlich wie der Lernzielkatalog auf der Grundlage eines 2-Jahres Planes durchzuführende Themen mit einer Empfehlung die Stundenanzahl betreffend.


Wie läuft der Lehrgang ab?
Der Lehrgang gliedert sich in zwei Bereiche. Der theoretische Teil beinhaltet die Fächer:
  • Rechtliche Grundlagen
  • UVV/Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen
  • Grundlagen des Ausbildens
  • Lernziele
  • Lernzielkatalog
  • Lerninhalte
  • Jugendfeuerwehrdienstplan
  • Methoden theoretischer Unterweisung
  • Medieneinsatz
  • Methoden praktischer Unterweisung
  • Zielgruppe
  • Lernzielkontrolle
  • Organisatorischer Rahmen
  • Unterricht vorbereiten

Nach dem theoretischen Teil erfolgt der praktische Teil in Form von zwei Lehrübungen die jeder Teilnehmer absolvieren muss.
Die Teilnehmer bekommen nach dem Zufallsprinzip ein Thema zugeteilt. Auf dieser Grundlage soll ein Jugendfeuerwehrdienstabend vorbereitet werden, welcher von einem Ausbilder bewertet wird. Danach erhält der Teilnehmer ein weiteres Thema. In die zweite Ausarbeitung sollen die Erkenntnisse aus der ersten Lehrübung mit einfließen.

Nach erfolgreicher Durchführung der beiden Lehrübungen erhält der Teilnehmer eine Lehrgangsbescheinigung.